Abhörmethoden im Überblick: Wie Gespräche und Räume ausgespäht werden

Autor Jochen Meismann Geschäftsführer der A Plus Detective GmbH, seit über 40 Jahren als Detektiv tätig
Technische Prüfung V. Oberst Experte für Abhörschutz und ehemaliger Sachgebietsleiter Lauschabwehr eines deutschen Nachrichtendienstes
Technische Überwachung verstehen

Abhören beginnt beim Erfassen einer Information und endet bei deren Speicherung oder Übertragung

Gespräche lassen sich per Funk übertragen, lokal aufzeichnen, über Mobilfunk weiterleiten oder über akustische und optische Wege erfassen. Versteckte Kameras erweitern das Angriffsszenario um Bilder, Dokumente und Bildschirminhalte.

Für die Lauschabwehr zählt deshalb der technische Informationsweg. Funkaktivität, verborgene Elektronik, Wärmeentwicklung, Leitungen, Veränderungen am Objekt und optische Auffälligkeiten liefern jeweils andere Hinweise.

Direkte Übertragung Funk, Mobilfunk und WLAN können Informationen unmittelbar aus dem Objekt transportieren.
Lokale Speicherung Recorder und Kameras können Audio oder Video direkt im Gerät speichern.
Optische und akustische Wege Auch Schwingungen, Sichtachsen und Licht können Teil eines Angriffsszenarios sein.
Mehrere Prüfverfahren Professionelle Lauschabwehr verbindet unterschiedliche technische Messprinzipien.

Wie funktioniert technisches Abhören?

Technisches Abhören besteht aus zwei Vorgängen: Eine Information wird erfasst und anschließend gespeichert oder weitergeleitet. Aufnahmeart und Datenweg bestimmen, welche technischen Spuren eine Lauschabwehr untersuchen kann.

Bei einem Gespräch übernimmt meist ein Mikrofon die Erfassung des Schalls. Eine Funkkomponente kann das Audiosignal anschließend übertragen. Ein digitaler Recorder speichert dasselbe Gespräch direkt im Gerät. Für die technische Suche entstehen damit völlig unterschiedliche Ausgangslagen.

Bei Videoüberwachung ersetzt oder ergänzt eine Kamera das Mikrofon. Dokumente, Whiteboards, Bildschirme und Personen gelangen dadurch in den Fokus. Mobilfunk, WLAN oder lokale Speicher können wiederum den Datenweg übernehmen.

Optische und akustische Verfahren erweitern das Spektrum. Hier steht teilweise bereits der Raum selbst im Mittelpunkt: Fenster, Bauteile, Schallübertragung und Sichtverbindungen können für einen Informationsabfluss relevant werden.

Vier Fragen machen eine Abhörmethode technisch verständlich

Der Sammelbegriff „Wanze“ beschreibt moderne Überwachungstechnik nur unzureichend. Für die technische Einordnung sind vier andere Fragen hilfreicher.

01 • ERFASSUNG Welche Information wird aufgenommen? Sprache, Bilder und Positionsdaten erzeugen unterschiedliche technische Anforderungen.
02 • SPEICHERUNG Wo landen die Daten? Interner Speicher ermöglicht Audio- oder Videoaufzeichnung direkt im Gerät.
03 • ÜBERTRAGUNG Welchen Weg nehmen die Informationen? Funk, Mobilfunk, WLAN, Leitungen und optische Verfahren besitzen eigene messbare Eigenschaften.
04 • ZUGRIFF Welche Angriffsfläche bietet das Objekt? Raumzugang, technische Installationen, Wartung und vorhandene Geräte beeinflussen die praktische Risikolage.

Welche Abhörmethoden gibt es?

Die folgende Einteilung orientiert sich am technischen Informationsweg. Sie eignet sich deshalb auch für die Planung einer professionellen Lauschabwehr.

01 • AKUSTISCHE ÜBERTRAGUNG

Körperschall und bauliche Schallwege

Sprache breitet sich als Luftschall im Raum aus und versetzt gleichzeitig Bauteile in Schwingung. Türen, Wände, Fenster, Installationsöffnungen und andere konstruktive Verbindungen beeinflussen diesen Weg.

Für den Abhörschutz zählt deshalb auch die Umgebung eines Gesprächsraums. Angrenzende Bereiche und die bauliche Struktur können in eine Schwachstellenanalyse einbezogen werden.

Erfasst Gesprochene Sprache und Schwingungen Datenweg Akustisch beziehungsweise mechanisch Prüfung Raumanalyse, Schallwege und angrenzende Bereiche
Schallausbreitung genauer erklärt
02 • LOKALE SPEICHERUNG

Versteckte Audiorecorder

Ein kompakter Audiorecorder kann Sprache aufnehmen und im eigenen Speicher ablegen. Während dieser Phase kann das Gerät ohne permanente Funkübertragung arbeiten.

Eine reine Suche nach ausgesendeten Hochfrequenzsignalen deckt dieses Szenario daher nur begrenzt ab. Physische Kontrolle und Verfahren zur Suche nach verborgener Elektronik erhalten mehr Gewicht.

Erfasst Sprache und Raumgeräusche Datenweg Lokale Speicherung Prüfung Sichtkontrolle, NLJD und gezielte Objektprüfung
Inaktive Elektronik mit NLJD untersuchen
03 • HOCHFREQUENZ

Klassische Funkübertragung

Funkbasierte Abhörtechnik überträgt Audio oder andere Informationen über elektromagnetische Signale. Das kann analog oder digital erfolgen.

Die aktive Aussendung schafft einen messbaren Ansatzpunkt. Bei einer professionellen Hochfrequenzanalyse werden Signalart, zeitliches Verhalten und räumliche Herkunft gemeinsam betrachtet.

Erfasst Je nach Gerät Audio oder andere Daten Datenweg Direkte Funkübertragung Prüfung Spektrumanalyse und räumliche Signalzuordnung
Hochfrequenzanalyse im Detail
04 • MOBILFUNK

Mobilfunkbasierte Überwachungstechnik

Mobilfunknetze können als Übertragungsweg für technische Überwachungssysteme dienen. Die Gegenstelle kann dadurch räumlich weit vom untersuchten Objekt entfernt sein.

Solche Geräte können unterschiedliche Aktivitätsphasen aufweisen. Die technische Bewertung verbindet deshalb Hochfrequenzmessung mit Objektprüfung und zeitlicher Beobachtung relevanter Signale.

Erfasst Je nach System Audio oder weitere Daten Datenweg Öffentliches Mobilfunknetz Prüfung RF-Analyse und technische Zuordnung der Quelle
Einzelne HF-Signale genauer analysieren
05 • DIGITALER FUNK

WLAN, Bluetooth und Bluetooth Low Energy

Überwachungsgeräte können dieselben Funkstandards verwenden wie reguläre Elektronik. WLAN, Bluetooth und Bluetooth Low Energy gehören inzwischen zur technischen Umgebung von Büros, Wohnungen und Fahrzeugen.

Die Herausforderung liegt in der Zuordnung. Ein modernes Objekt kann Dutzende legitime Funksysteme enthalten. Auffällige Geräte und Signale müssen deshalb mit der bekannten Infrastruktur abgeglichen werden.

Erfasst Audio, Video oder technische Daten Datenweg Digitale Standardfunkverfahren Prüfung RF-Analyse, Gerätezuordnung und Nahfeldprüfung
Digitale Funkaktivität untersuchen
06 • VIDEOÜBERWACHUNG

Versteckte Kameras

Eine verdeckte Kamera kann Personen, Dokumente, Bildschirme oder Whiteboards erfassen. Gerade in Besprechungsräumen besitzt eine günstige Sichtachse daher einen hohen Informationswert.

Kameras können Daten lokal speichern oder über Funk, WLAN, Mobilfunk beziehungsweise andere Verbindungen weitergeben. Die Suche verbindet deshalb optische und elektronische Prüfmethoden.

Erfasst Bild und je nach Bauart zusätzlich Ton Datenweg Speicher, Funk, Netzwerk oder Leitung Prüfung Sichtachsen, Objektivsuche, RF und elektronische Detektion
Versteckte Kameras systematisch suchen
07 • OPTISCHE VERFAHREN

Laser und Infrarottechnik

Optische Überwachungsverfahren nutzen Licht beziehungsweise Infrarotstrahlung als Teil des Informationswegs. Bei entsprechenden Szenarien können durch Sprache angeregte Schwingungen geeigneter Oberflächen optisch ausgewertet werden.

Raumlage, Fensterflächen und Sichtverbindungen erhalten dadurch eine größere Bedeutung. Der Abhörschutz betrachtet diese Bereiche im Zusammenhang mit dem jeweiligen Objekt.

Erfasst Optisch erfassbare Schwingungen oder Daten Datenweg Licht beziehungsweise Infrarot Prüfung Sichtachsen und spezialisierte optische Detektion
Laser- und Infrarottechnik prüfen
08 • LEITUNGSGEBUNDEN

Übertragung über technische Leitungswege

Informationen können auch über vorhandene technische Leitungen übertragen werden. Stromversorgung und andere Verkabelungen gehören deshalb bei entsprechender Verdachtslage zum Untersuchungsbereich.

Die Prüfung richtet sich auf Signalanteile und technische Veränderungen innerhalb der Leitungsinfrastruktur.

Erfasst Je nach eingesetzter Elektronik unterschiedliche Informationen Datenweg Physische Leitungsinfrastruktur Prüfung Trägerfrequenzmessung und physische Kontrolle
Trägerfrequenzuntersuchung
Entfernung zum überwachten Objekt

Die Reichweite einer Abhörmethode hängt vom verwendeten Datenweg ab

Bei der technischen Bewertung zählt daher weniger die angenommene Position einer Gegenstelle als die Frage, über welchen Weg Informationen den Schutzbereich verlassen.

Direkte Umgebung Akustische und optische Angriffsszenarien können einen räumlichen Bezug zwischen Schutzraum und Gegenstelle voraussetzen.
Gebäude und Umfeld Lokale Funktechnik kann innerhalb eines Gebäudes oder in dessen näherem Umfeld empfangen beziehungsweise weitergeleitet werden.
Öffentliche Netze Mobilfunk- und internetbasierte Datenwege ermöglichen eine Gegenstelle in großer räumlicher Entfernung.

Smartphone-Überwachung verlangt einen eigenen Untersuchungsansatz

Ein Smartphone besitzt bereits Mikrofon, Kameras, Mobilfunk, WLAN, Bluetooth, Speicher und zahlreiche Benutzerkonten. Damit unterscheidet sich seine Untersuchung erheblich von einer physischen Wanzensuche in einem Raum.

Raumbezogene Lauschabwehr

Der TSCM-Sweep untersucht Räume und Gegenstände auf Funktechnik, verborgene Elektronik, Kameras, technische Manipulationen und weitere auffällige Merkmale.

Spektrumanalyse, NLJD, Thermografie und Sichtkontrolle greifen dabei ineinander.

Smartphone- und Geräteforensik

Apps, Konten, Berechtigungen, Konfigurationsprofile und digitale Spuren erfordern forensische Prüfmethoden auf dem jeweiligen Gerät.

Weitere Informationen: Handy abhören erkennen .

Ortung eines Fahrzeugs und Audioüberwachung verfolgen unterschiedliche Ziele

Ein GPS-Tracker oder ein Bluetooth-basierter Ortungssender erfasst Bewegungen und Positionen. Audioüberwachung richtet sich dagegen auf Gespräche und Geräusche.

Bei einer Fahrzeuguntersuchung können beide Themen zusammenkommen. Mobile Elektronik, Mobilfunkmodule, BLE-Komponenten, GPS-Technik und physische Einbauten werden deshalb anhand der konkreten Verdachtslage bewertet.

Fahrzeugtechnik stellt dabei andere Anforderungen an den Prüfablauf als ein Büro oder eine Wohnung. Stromversorgung, Karosserie, Verkleidungen und zahlreiche serienmäßige Steuergeräte bilden ein technisch dichtes Umfeld.

Welche Methode der Lauschabwehr passt zu welchem Angriff?

Die einzelnen Prüfverfahren untersuchen verschiedene physikalische Merkmale. Ihre Kombination schafft ein wesentlich breiteres technisches Bild des Objekts.

OBJEKTZUSTAND Visuelle Kontrolle Veränderungen, Manipulationsspuren, zusätzliche Bauteile, Kabelwege und technisch auffällige Einbauorte werden systematisch betrachtet.

Visuelle Kontrolle

FUNKAKTIVITÄT Hochfrequenzanalyse Aktive und zeitweise aktive Signale werden im Frequenzspektrum untersucht und räumlich zugeordnet.

Hochfrequenzanalyse

VERBORGENE ELEKTRONIK Non-Linear-Junction-Detektor Das Verfahren kann Hinweise auf elektronische Halbleiterstrukturen liefern und dadurch auch funkstille Elektronik in die Suche einbeziehen.

Non-Linear-Junction-Detektor

TEMPERATURMUSTER Thermografie Eine Wärmebildkamera kann lokale Temperaturauffälligkeiten an zugänglichen Oberflächen sichtbar machen.

Thermografie

VIDEO Suche nach versteckten Kameras Sichtachsen, mögliche Objektive, Funkaktivität und elektronische Komponenten werden gemeinsam bewertet.

Suche nach versteckten Kameras

OPTISCHE ÜBERTRAGUNG Laser- und Infrarotprüfung Optische Angriffspfade werden anhand von Raumlage, Sichtverbindungen und spezialisierter Prüftechnik bewertet.

Optische Übertragungsverfahren

LEITUNGEN Trägerfrequenzuntersuchung Elektrische Leitungen können bei passender Fragestellung auf auffällige Signalanteile untersucht werden.

Trägerfrequenzuntersuchung

HÖCHSTE SICHERHEITSSTUFE Röntgentechnik Bei ausgewählten geeigneten Prüfobjekten kann eine radiografische Untersuchung zusätzliche Informationen über den inneren Aufbau liefern.

Röntgentechnik bei der Lauschabwehr

Warum professionelle Lauschabwehr mehrere Prüfverfahren kombiniert

Die Methoden sehen unterschiedliche Eigenschaften derselben technischen Umgebung. Aus diesem Grund entsteht die Aussagekraft durch das Zusammenspiel der Befunde.

RF analysiert Aussendungen Aktive Funksignale lassen sich erfassen, technisch bewerten und räumlich eingrenzen.
NLJD reagiert auf Elektronik Halbleiterstrukturen können auch während einer Phase ohne Funkübertragung einen technischen Hinweis liefern.
Thermografie zeigt Temperatur Elektronische Aktivität kann unter geeigneten Bedingungen ein lokales Wärmebild beeinflussen.
Sichtkontrolle schafft Kontext Einbauort, Manipulationsspur und Objektgeschichte verbinden Messwerte mit dem tatsächlichen Raum.

Moderne Überwachungsgeräte können mehrere Funktionen verbinden

Die technische Einteilung hilft beim Verständnis. Reale Geräte können jedoch Audioaufnahme, lokalen Speicher und Funkübertragung in einem einzigen Gehäuse vereinen. Kameras können zusätzlich Mikrofone besitzen. Mobilfunkmodule wiederum können mit weiteren Funktechniken kombiniert sein.

Deshalb wird ein auffälliges Objekt während eines Sweeps aus mehreren Perspektiven betrachtet. Position, Stromversorgung, Funkaktivität, elektronische Struktur und physischer Einbau ergeben gemeinsam ein technisches Gesamtbild.

Eine auffällige Funkquelle kann beispielsweise über die Hochfrequenzanalyse lokalisiert werden. Die Fundstelle wird anschließend visuell oder mit einem weiteren Verfahren geprüft. Umgekehrt kann eine sichtbare Veränderung zuerst die physische Aufmerksamkeit auf einen Bereich lenken und erst danach eine gezielte elektronische Messung auslösen.

Wie fließen die unterschiedlichen Angriffsszenarien in einen TSCM-Sweep ein?

Die Untersuchung folgt einer objektbezogenen Reihenfolge. Dabei wird jeder neue Befund in den bereits bekannten Raumzustand eingeordnet.

Schutzbereich erfassen Gesprächszonen, Technik, Zugänge und angrenzende Flächen werden zunächst räumlich zugeordnet.
Objektzustand aufnehmen Vorhandene Technik und sichtbare Veränderungen bilden den Ausgangspunkt für spätere Messungen.
Funkumgebung analysieren Aktive Signale werden erfasst und mit der bekannten technischen Infrastruktur verglichen.
Verborgene Elektronik einbeziehen NLJD und weitere Verfahren erweitern die Untersuchung um funkstille beziehungsweise lokal speichernde Elektronik.
Auffälligkeiten vertiefen Ein Messhinweis wird mit einer geeigneten zweiten Methode räumlich und technisch geprüft.
Befund zusammenführen Die abschließende Bewertung verbindet physische Feststellungen und elektronische Messergebnisse.

Den gesamten Untersuchungsprozess erläutern wir unter Ablauf der Lauschabwehr .

Die beste Angriffstechnik braucht eine nutzbare Schwachstelle

Der technische Aufwand eines Lauschangriffs ist nur ein Teil der Risikobewertung. Ebenso relevant sind Zugang, Raumlage, Installationen, Schallwege und Sichtachsen.

Ein vertraulicher Raum mit kontrolliertem Zutritt und nachvollziehbarer technischer Ausstattung bietet eine andere Ausgangslage als ein Besprechungsraum, den Reinigung, Haustechnik, externe Professionisten und zahlreiche Besucher regelmäßig betreten.

Die Schwachstellenanalyse für Abhörschutz bewertet genau diese Angriffsflächen und ordnet mögliche Schutzmaßnahmen nach ihrer praktischen Bedeutung.

Was tun bei einem konkreten Abhörverdacht?

Der vorgefundene Zustand besitzt für die technische Untersuchung einen hohen Wert. Neue Gegenstände, ungewöhnliche technische Komponenten und sichtbare Veränderungen sollten deshalb bis zum Termin möglichst in ihrer Position verbleiben.

Fundstelle erhalten

Position, Ausrichtung, Anschluss und unmittelbare Umgebung einer auffälligen Komponente helfen später bei der technischen Einordnung.

Zeitlichen Zusammenhang festhalten

Umbauarbeiten, Wartung, Fremdzutritte und der Zeitpunkt einer erstmals bemerkten Veränderung können wertvolle Kontextinformationen liefern.

Personenkreis klein halten

Ein geplanter Sweep sollte bei einer konkreten Verdachtslage nur den organisatorisch erforderlichen Personen bekannt sein.

Vertrauenswürdige Kommunikation nutzen

Sensible Absprachen zur Untersuchung können außerhalb des möglicherweise betroffenen Bereichs geführt werden.

Alltagsbeobachtungen liefern zunächst Anhaltspunkte

Störgeräusche, ungewöhnliche Wärmeentwicklung oder auffälliges Verhalten technischer Geräte können zahlreiche Ursachen besitzen. Eine belastbare Bewertung entsteht durch die Untersuchung der konkreten Signalquelle, Elektronik oder Fundstelle.

Einsatzpraxis in Österreich

Die technische Umgebung eines Objekts bestimmt die passenden Prüfmethoden

Ein Geschäftsführerbüro in Wien, ein Besprechungsraum in einem Salzburger Hotel und eine private Wohnung in Innsbruck besitzen unterschiedliche technische und räumliche Voraussetzungen.

Betriebsräumlichkeiten WLAN, Konferenzsysteme, Mobiltelefone, Zutrittskontrolle und Gebäudeautomation erzeugen eine dichte reguläre Elektronik- und Funkumgebung.
Wohnung und Haus Smart-Home-Technik, private Geräte und persönliche Zugangssituationen prägen den möglichen technischen Angriffspfad.
Hotels und temporäre Räume Die technische Vorgeschichte des Raums ist dem Nutzer nur teilweise bekannt. Bestandsaufnahme und Plausibilitätsprüfung erhalten dadurch zusätzliches Gewicht.

Lauschabwehr24.at unterhält keine Niederlassungen in Österreich. Einsätze erfolgen durch mobile Spezialisten direkt am jeweiligen Untersuchungsort.

Fachbereiche der technischen Lauschabwehr

Die einzelnen Untersuchungsverfahren werden auf Lauschabwehr24.at in eigenen Fachartikeln ausführlich beschrieben.

Visuelle Kontrolle Veränderungen, Manipulationsspuren und technisch interessante Einbauorte am Objekt systematisch prüfen.
Hochfrequenzanalyse Aktive und zeitweise aktive Funkquellen erfassen, bewerten und lokalisieren.
Non-Linear-Junction-Detektor Verborgene elektronische Strukturen in die Untersuchung einbeziehen.
Thermografie Lokale Wärmeauffälligkeiten im Zusammenhang mit technischer Elektronik bewerten.
Suche nach versteckten Kameras Optische, elektronische und funkbasierte Merkmale verdeckter Kameratechnik prüfen.
Röntgentechnik Ausgewählte Prüfobjekte bei sehr hoher Untersuchungstiefe auf ihren inneren Aufbau untersuchen.
Schwachstellenanalyse Räumliche, technische und organisatorische Angriffsflächen präventiv bewerten.
Ablauf der Lauschabwehr Vom ersten Objektbefund über die Messungen bis zur technischen Auswertung.
Erfahrungen unserer Kunden

Häufige Fragen

Welche Arten von Abhörgeräten gibt es?
Zu den technischen Kategorien zählen Funktechnik, mobilfunkbasierte Systeme, WLAN- und Bluetooth-Geräte, lokal speichernde Audiorecorder, versteckte Kameras sowie leitungsgebundene und optische Verfahren. Aufnahme, Speicherung und Übertragung unterscheiden sich je nach Technik.
Sendet eine Wanze immer ein Funksignal?
Verschiedene Systeme nutzen unterschiedliche Datenwege. Ein digitaler Audiorecorder kann Sprache beispielsweise direkt im Gerät speichern. Professionelle Lauschabwehr kombiniert deshalb Funkanalyse mit weiteren Prüfverfahren.
Kann Abhörtechnik über Mobilfunk arbeiten?
Ja. Mobilfunknetze können als Übertragungsweg für elektronische Überwachungstechnik dienen. Für die technische Suche werden Funkanalyse, räumliche Zuordnung und weitere Objektprüfungen miteinander verbunden.
Kann WLAN für verdeckte Audio- oder Videoübertragung genutzt werden?
Geräte mit Audio- oder Videofunktion können WLAN als Datenweg verwenden. Gleichzeitig befinden sich in modernen Büros und Wohnungen zahlreiche reguläre WLAN-Geräte. Die technische Zuordnung der Signalquelle besitzt deshalb einen hohen Stellenwert.
Wie funktioniert ein versteckter Audiorecorder?
Ein digitaler Recorder erfasst Sprache und speichert die Daten intern. Für die Lauschabwehr sind dadurch physische Kontrolle und Verfahren zur Suche nach elektronischen Strukturen besonders relevant.
Kann eine versteckte Kamera Daten lokal speichern?
Ja. Kameras können Bilddaten auf einem internen oder eingesetzten Speichermedium ablegen. Andere Modelle nutzen Funk- oder Netzwerkverbindungen. Eine professionelle Kamerasuche berücksichtigt deshalb mehrere technische Merkmale.
Was versteht man unter Laserabhören?
Bei optischen Abhörverfahren können sprachbedingte Schwingungen geeigneter Oberflächen optisch erfasst und ausgewertet werden. Abhörschutz berücksichtigt in solchen Szenarien unter anderem Raumlage, Fenster und Sichtverbindungen.
Welche Rolle spielen Leitungen bei einem Lauschangriff?
Technische Leitungen können unter bestimmten Bedingungen einen Datenweg bilden. Bei entsprechender Verdachtslage werden elektrische Leitungen und auffällige Signalanteile mit dafür geeigneten Prüfverfahren untersucht.
Welches Prüfgerät erkennt alle Arten von Abhörtechnik?
Die einzelnen Prüfverfahren untersuchen verschiedene Eigenschaften. Hochfrequenzanalyse bewertet Funkaktivität, NLJD elektronische Strukturen, Thermografie Temperaturmuster und die visuelle Kontrolle Veränderungen sowie mögliche Einbauorte. Der professionelle Sweep verbindet diese Informationen.
Gehört ein Smartphone zur normalen Raum-Lauschabwehr?
Smartphone-Überwachung bildet einen eigenen digitalen Untersuchungsbereich. Apps, Konten, Berechtigungen und Gerätekonfigurationen werden mit forensischen Methoden geprüft. Eine Raum-Lauschabwehr konzentriert sich auf den physischen Untersuchungsbereich und die dort vorhandene Technik.
Wie lässt sich ein konkreter Abhörverdacht technisch prüfen?
Ein TSCM-Sweep untersucht den Raum aus mehreren technischen Perspektiven. Dazu können physische Kontrolle, Hochfrequenzanalyse, NLJD, Thermografie, Kamerasuche und weitere Verfahren gehören. Auffällige Befunde werden gezielt vertieft.
Führen Sie Lauschabwehreinsätze in Österreich durch?
Ja. Die Untersuchungen werden mobil direkt am jeweiligen Objekt durchgeführt. Der Prüfplan richtet sich nach Objektart, Größe, technischer Umgebung und Verdachtslage.
Technische Lauschabwehr in Österreich

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Abhörmethoden

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